#2 Von Kaffeeröstereien und ganz viel Zeit



Wenn man dann mal Zeit für sich selbst hat und einen schrecklich schlechten Internetempfang dazu, merkt man erst, wie wenig man sich sonst so mit einem selbst beschäftigt. Ich weiß nicht wann ich das letzte Mal so viel Zeit hatte um 3 Bücher innerhalb eineinhalb Wochen zu lesen, 2 h lang Kaffee zu trinken oder einen ganzen Nachmittag Phase 10 zu spielen -  beziehungsweise, ich weiß nicht wann ich das letzte Mal mir für so etwas Zeit genommen habe!




In meiner Natur liegt es, immer vor vergeudeter oder schlecht investierter Zeit auf der Hut zu sein. Nichts tun, muss gerechtfertigt sein.



Im Moment vergeude ich meine Zeit 24/7 -  und ich muss sagen, die Zeit ist unheimlich entspannt schlecht investiert.


Das Ergebnis dieser Zeit sind zwei Martin Suter Romane und das wundervolle Buch „zusammen ist man weniger allein“, ein langsam wachsender Durchblick in einem geborgten Physik 1 Skript für das nächste Semester, mit Sicherheit gruselige leere Blicke in den Garten voller Palmen und Bananenstauden, wundervolle Abend Stimmungen mit einer Tasse selbstgeröstetem Kaffee in der Hand, Autofahrten über die Insel, einer zwei stündigen schmerzhaften Zopfflechttortur, die meine Haare endlich ein klein wenig gebändigt hat.



Mein Highlight der Woche war mein erster Versuch meinen eigenen Kaffee zu rösten. Man kann es gar nicht in Worte fassen wie gut und so viel aromatischer der selbstgeröstete Kaffee doch schmeckt und wie verbrannt und bitter der gekaufte Kaffee plötzlich wird.




Die Kaffeebohnen haben wir hier auf dem Markt gekauft – arabica und robusta müsste es laut Auskunft sein. An einer Espresso Röstung habe ich mich nun auch schon versucht und freue mich schon drauf, diese in den nächsten Tagen ausprobieren zu können. Ich werde von dem aromatischen Ergebnis berichten.

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