Man weiß es ja, irgendwie denkt man sich es ja jedes mal wenn man "Made in Bangladesh" liest. Aber wirklich ändern? 
"Ne ich bin Student, ich hab kein Geld für nachhaltig produziertes. Außerdem sieht das total blöd aus, ich lauf doch nicht rum wie so ein alternativer Freiburger Philosophie Student." 
In diesem Modus hab ich bis vor ein paar Monaten gelebt. Ich hab schuldbewusst Dokus angeschaut und dann doch bei H&M in der Umkleide gestanden und mir die billige Wurst aus dem Supermarkt Regal gekauft. "Ich bin ja Student, ich hab da kein Geld für."
QUATSCH! Es ist simple eine Sache der Konzentration aufs Wesentliche. Wir leben in einer Welt, in der Klamotten zu Wegwerf-Konsumgütern geworden sind. "Lass mal n Liter Milch und n T-Shirt kaufen". Dass das T-Shirt nach 5 mal waschen scheiße aussieht interessiert ja keinen, denn bei Primark auf dem Wühltisch wartet ein neues 3 Euro Shirt nur darauf konsumiert zu werden - und das ganz ohne ein schlechtes Gewissen zu haben.
Warum denn nicht die nächste 100 Euro Bestellung bei Zara durch ein schönes, nachhaltig und besser verarbeitetes Teil von Armedangels ersetzen? 
Warum denn nicht eine sauber produzierte Jeans kaufen anstatt sein Krebsrisiko durch 10 billig Jeans zu erhöhen? Warum denn nicht mal überlegen bevor man konsumiert?

Ich weiß, die "unter 100€" sind ganz schön fies wenn man sieht, dass alle Dinge hier auf meiner Liste erst ab 90 € anfangen. Aber dann sollte man einfach mal seinen Schuhschrank öffnen, überlegen wie viel man denn erst kürzlich für den Wintermantel ausgegeben hat und wie viel der Grobstrickpulli von Mango dann doch gekostet hat.

Wir sind ja die Generation Müsli 2.0, alle plötzlich Vegan und bewusst, deshalb ist es nicht verwunderlich dass in kürzester Zeit einige wundervolle junge Labels gegründet worden sind, die dazu beitragen wollen die Modeindustrie von ihrem glorreichen Platz als zweitgrößter Umweltverschmutzer zu hohlen und Ereignissen wie Rana Plaza vorzubeugen. 
Das Design ist modern und modisch, die Online Auftritte professionell gestaltet und das Herzblut, das drin steckt spürbar. 



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Kommentare:

  1. Toller Post und wunderschöner Blog.
    Vielleicht hast du Lust, bei meiner Blogvorstellung voreizuschauen. http://lifefeminin.blogspot.co.at/2015/11/blogvorstellung-2015.html
    Würde mich freuen.
    Lg. Mrs. Bella

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  2. Dein Beitrag regt zur Diskussion an^^ Ich finde, die Menge machts. Wenn jmd. (im Extremfall natürlich!) jede Woche zu Primark & Co. rennt um seinen Schrank aufzufüllen, der sollte wirklich mal über seinen Konsum nachdenken, ob das wirklich notwenig ist. Zum Glück ist ja jedem selbst überlassen, w i e nachhaltig man leben möchte und wieviel Geld man dafür ausgeben möchte. Ich persöhnlich kann mir bsp. keine 100-Euro Jeans leisten, egal ob Faitrade oder von den großen Labels.

    Liebe Grüße
    Kaji ♥ Rain Birds

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  3. hey, danke für dein Kommentar :)
    klar ist, dass jeder selbst über seinen Konsum entscheidet! mein artikel sollte eher zur Reflexion über das eigene Konsum und Kaufverhalten anregen und nicht vorschreiben, dass alle jetzt plötzlich nur noch Fairtrade kaufen sollen um ein reines Gewissen zu haben :)!
    liebe Grüße Franzi

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